Sehenswertes
Der Skulpturengarten Windkraft
Die Bedeutung der Skulpturen und der Nutzen für die Besucher
Besucher treffen bei ihrem Spaziergang auf der Halde Hoppenbruch auf eine Überraschung. Glitzernd erheben sich rätselhafte Stahlmonumente zu Füßen der Windkraftanlage.
Die Annäherung an die Objekte zeigt zunächst, dass diese Titel oder Namen tragen. Doch was ist die Bedeutung von Worten wie “Der Aufwind” oder “Die Windgeburt”? Und warum stehen die glatten und gewundenen Formen in einer angedeuteten Spirale?

Es geht aber auch vor allem um Menschen, für die durch die Stahlmodule ein Anlaufpunkt geschaffen wurde. Sie können hier ihr Informationsbedürfnis stillen, sich inspirieren lassen oder einfach nur den Ort als solchen genießen.
Nun einige Stichworte zur Konzeption der Gasamtanlage. Die Spirale ist ein sehr altes Symbol. Hier steht sie für die Energie, die der Wind seit je her für die Menschheit liefert und die im wahrsten Sinne stets ein Motor der kulturellen Entwicklung war und ist. Die einzelnen Module bestehen aus glänzendem Edelstahl, nicht nur aus praktischen Erwägungen heraus. Die Sonne, die ja Motor aller Wetterphänomene auf unserem Planeten ist und somit auch die Mutter des Windes, spiegelt sich wider auf dieser Flächen. Die Zweiteilung der Module schafft eine Öffnung, die den Wind, der ja die Hauptperson dieser Inszenierung ist, einlässt.
Der Bereich Götter, Mythen und Astrologie wird auf dem Modul “Wind-Mythen” beschrieben. Es zeigt eine rätselhafte dräuende Wolkenform, in der sich Potential und Bewegung die Waage halten.
Das Thema Windkraft für Mensch und Umwelt findet sich auf dem Modul “Das Tor der Winde”. Es symbolisiert die offene Tür in die Zukunft, das Potential der Windenergieerzeugung.
“Der Aufwind” gibt Informationen über Stromerzeugung aus Windenergie preis. Die Pfeilform hat sich konkretisiert und weist kraftvoll nach oben.
“Die Wolke” stellt eine regengesättigte Himmelsformation, die bereit ist, ihren Segen auf ausgedörrte Felder zu entlassen. Auf ihr werden die administrativen Grundlagen der Windkraftanlage auf der Halde Hoppenbruch beschrieben.
“Die Richtung des Windes” verweist deutlich direkt auf die Windkraftanlage. Hier geht es um Daten und Fakten der E-66.
Der Besucher durchschreitet das Areal und die Silhouetten gruppieren sich ständig neu zu weiteren, interessanten Ansichten. Die umgebende Landschaft wird eingerahmt und öffnet sich in Anblicken, Ausschnitten und Ansichten.
Die Landschaft wird geteilt, strukturiert in Innen- und Außenraum, Vorder- und Hintergrund. Es wird Raum geschaffen und es entsteht ein Ort, ein besonderer Ort.
Die Einzelmodule erschließen sich beim Durchmessen der Installation. In verschiedenen Perspektiven variieren sie von flächig bis durchlässig, ändern im Wechsel von Licht und Schatten ihr Gesicht. Reflektierend ziehen sie Wind und Wetterphänomene in das Gesamtwerk hinein.
Der “Skulpturen-Garten Windkraft” verbindet den Nutzen von Informationsmodulen mit der ästhetischen Qualität einer Freilandskulptur. Er ist ein Informations- und Freizeitangebot für die Menschen, die die Halde Hoppenbruch nutzen. Dieser Ort ist auch ein Symbol für den gesellschaftlichen Wandel im Ruhrgebiet. Kohle und Schwerindustrie legten die wirtschaftlichen Grundlagen in einer Region, die sich heute in Richtung Informations- und Hochtechnologie bewegt. Auch auf der Halde Hoppenbruch ist der Bergbau die Basis, auf der sich eine moderne Windkraftanlage erhebt.
Der “Skulpturen-Garten Windkraft” versucht ein Vermittler zu sein zwischen Gestern und Heute, zwischen Stahl und Computer, zwischen Schwerindustrie und Kultur.
Quelle: Archiv Stadt Herten
Obelisk wird auf der Halde Hoheward die Uhrzeit sichtbar machen
Spatenstich für die attraktive Gestaltung der HaldeHerten. Der Kommunalverband Ruhrgebiet (KVR) hat im Landschaftspark Emscherbruch mit dem Umbau der Halde Hoheward auf dem Stadtgebiet von Herten und Recklinghausen begonnen. In absehbarer Zeit können Naherholungssuchende entlang der Ost- und Nordflanke des rund 160 Hektar großen Landschaftsbauwerkes “promenieren”. In den nächsten eineinhalb Jahren entstehen auf unterschiedlichen Niveaus eine Ring- und eine Balkon-Promenade, die durch Serpentinen miteinander verbunden sind und später die gesamte Halde umschließen. Insgesamt werden im ersten Bauabschnitt fast sieben Kilometer neue Wege auf der Halde angelegt.
Mit dem offiziellen Spatenstich für den Bau des Obelisk gab Staatssekretär Dr. Thomas Griese am Mittwoch gemeinsam mit den Bürgermeistern der Städte Herten und Recklinghausen, Winfried Kunert und Wolfgang Pantförder, den Startschuss für die Baumaßnahme auf dem Top der Halde Hoheward. Die Teilnehmer des Termins genossen bei strahlendem Sonnenschein die weite Aussicht.
Und so wird sich die Maßnahme gestalten:
Die Balkon-Promenade ermöglicht von fünf großen Stahl-Plattformen aus bisher nicht gekannte Einblicke in die Nachbarschaft. Der weitere Anstieg bis zum östlichen Haldenplateau wird mit einer beeindruckenden Aussicht in die ganze Region belohnt. Hier wird ein fast zehn Meter hoher Obelisk aus Edelstahl in den Himmel ragen. Er dient als Zeiger für eine große Horizontal-Sonnenuhr. Die Sonnenuhr auf dem östlichen Plateau der Halde hat einen Durchmesser von über 60 Metern. Kleine, in den Boden eingelassene Informationstafeln weisen den Weg durch das Netz aus Datums- und Stundenlinien.
Zum ersten Bauabschnitt gehört auch die bessere Anbindung der Halde an die Städte Herten und Recklinghausen. In Herten werden Wegeverbindungen vom Ewald-Gelände entlang der Halde und über die vorhandene Brücke Hohewardstraße über die Autobahn A2 geschaffen. In Recklinghausen wird im so genannten Gartenband zwischen der Salentinstraße und dem Stadtteilpark Hochlarmark ein neuer Weg abseits von der Cranger Straße verlaufen. Eine neue Stahl-Treppe ermöglicht von der Salentinstraße aus den direkten Aufstieg zur Balkon-Promenade.
Den Haldenausbau fördert das NRW-Umweltministerium mit rund 4,8 Millionen Euro aus Mitteln der Europäischen Union und des Ökologieprogramms Emscher-Lippe. Zusammen mit dem zehnprozentigen Eigenanteil des KVR beläuft sich das Bauvolumen des ersten Bauabschnittes auf 5,4 Millionen Euro. Die Maßnahme ist ein zentraler Bestandteil des interkommunalen Entwicklungsvorhabens “Neue Horizonte – Landschaftspark Emscherbruch” der Städte Herten und Recklinghausen und des KVR.
Bisher haben der Bergbau und die Montanindustrie den Emscherbruch zwischen Herten und Recklinghausen geprägt. Das 750 Hektar große Areal ist unter anderem Standort der Zechen Ewald 1/2/7 und Recklinghausen II gewesen. Mit dem Rückzug des Bergbaus aus der Emscherregion entstand zudem eine der größten Haldenlandschaften Europas, bestehend aus den Halden Hoppenbruch und Hoheward. Mit dem Landschaftspark Emscherbruch wollen die Projektpartner dieses Gebiet in den nächsten fünf Jahren zu einem neuen Lebens- und Landschaftsraum für die Menschen der Region umgestalten.
In der ersten Phase sollen im Landschaftspark Emscherpark bis 2006 folgende Projekte realisiert werden:
- durch die Stadt Herten die Ewaldpromenade mit der Wasserachse auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Ewald 1/2/7/
- durch die Stadt Recklinghausen die Entwicklung des Gartenbandes (südlicher Teil) und der Platzfläche “Auftakt Ost” des Aktiv-Linear-Parks
- durch den KVR primär Ausbau und Erschließung der Ost- und Nordflanke der Halde durch die Ring- und Balkon-Promenade sowie Gestaltung des kleinen Plateaus mit der Sonnenuhr und dem Obelisken als einem Element der Horizont-Astronomie.
Pressekontakt: Pressestelle, Svenja Küchmeister, Telefon: 02366-303227, eMail: s.kuechmeister@herten.de
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