Die Halde Hoheward u. Hoppenbruch
Die Halde Hoheward ist im Ruhrgebiet. Zwischen den Städten Herten und Recklinghausen. Sie entstand aus Schüttungen der Zechen, Ewald, General Blumenthal und der Zeche Recklinghausen 2. Sie bildet mit der Halde Hoppenbruch die größte Haldenlandschaft im Ruhrgebiet. Die höchste Stelle der Halde ist mit einer Höhe von 152 Metern bereits erreicht, jedoch wird an der Westflanke bis voraussichtlich 2012 weiterhin Bergematerial aufgeschüttet. Die Halden Hoheward und Hoppenbruch sind Teil des Landschaftspark Hoheward. Eigentümer der beiden Halden ist der Regionalverband Ruhr, die Flächen wurden von der Deutschen Steinkohle AG übernommen. Der Regionalverband Ruhr ist er für den Ausbau der Halde Hoheward verantwortlich Der östliche Teil der Halde ist für alle freigegeben. Im westlichen Teil wird noch bis mindestens 2012 weiter aufgeschüttet. Trotzdem ist eine Umrundung der Halde auf Höhe der Balkonpromenade schon heute möglich . Es sind ca 6 km Wanderwege angelegt worden. Dazu wurde im zentralen Zufahrtsbereich am Haldensüdhang die so genannte Drachenbrücke gebaut. Sie überspannt die Zufahrtsstraße von Herne – Wanne nach Herten und Recklinghausen.
Die Drachenbrücke verbindet seit Anfang 2008 den Stadtteilpark Hochlarmark mit der Halde Hoheward. Sie bietet Fußgängern und Radfahrern einen geschwungenen Überweg über die Cranger Straße in Form eines Drachenskelettes, dessen Rippen als Halter für das Geländer dienen. Drachenhals und -kopf sind zurückgewandt, als würde der Drache auf seine Besucher hinunterblicken.
Das Horizontobservatorium wurde im Jahre 2008 auf dem Gipfelplateau im Norden errichtet. Das moderne Bauwerk besteht aus einer kreisrunden, ebenen Fläche von 88 m Durchmesser, einem um 1,50 m abgesenkten Forum mit 35 m Durchmesser in der Mitte und zwei Bögen mit einem Radius von ca. 45 m, die sich wie die Großkreise Meridian und Himmelsäquator über den Platz spannen. Befindet sich der Beobachter genau in der abgesenkten Mitte des Bauwerks, breitet sich das Plateau der Halde in alle Richtungen wie ein künstlicher Horizont aus und mit Hilfe einiger Peilmarken können der Auf- und Untergang der Sonne zu wichtigen Kalendertagen wie Sommersonnenwende, Wintersonnenwende oder Äquinoktium beobachtet werden. Mittels weiterer spezieller Peilmarken werden auch Mondwenden und die Präzessionsbewegung der Erdachse anhand von Fixsternpeilungen zu beobachten sein. Die alles überspannenden Bögen teilen den Himmel in Ost- und Westhälfte.
Der Obelisk
Die Horizontalsonnenuhr liegt auf dem südlichen Plateau in einer Höhe von etwa 140 Metern Als Zeiger dient ein exzentrisch stehender, 8,50 m hoher Obelisk, der seinen Schatten auf die kreisrunde Fläche mit einem Durchmesser von 62 m wirft. Die Oberfläche, welche das Solarium des römischen Kaisers Augustus zum Vorbild hat, besteht aus hellen Pflastersteinen. Durchzogen wird es von 20 cm breiten Bahnen aus schwarzem Pflaster. Diese sehr präzise Ausführung ermöglicht dem Besucher bei geeigneter Witterung eine genaue Ablesung der Uhrzeit und des Datums. Zu diesem Zweck sind zahlreiche Erläuterungen in die Fläche eingelassen worden. Eine Besonderheit ist, dass die Fläche absolut eben ausgeführt ist.
Balkonpromenaden und Himmelsstiegen Auf der Halde wächst ein strukturiertes System mit Wegen, Aufgängen, Stiegen und Aussichtspunkten, welches den Zugang von allen Seiten möglich macht. Im unteren Bereich ist eine rund sechs Kilometer lange Balkonpromenade entstanden, welche die gesamte Halde umspannt und auf der sich elf Aussichtsbalkone befinden. Über eine Treppe mit 529 Stufen überwindet man die etwa 100 Höhenmeter zur Baustelle des Horizontobservatoriums. Insgesamt sollen rund um die Halde herum aus den Stadtteilen zwölf Aufgänge entstehen.
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