Der Umbau der Halde
Der Umbau der Halde Hoheward ist ein zentraler Bestandteil des interkommunalen Entwicklungsvorhabens “Neue Horizonte-Landschaftspark Emscherbruch” der Städte Herten und Recklinghausen und des Regionalverbandes Ruhr (RVR). Die Sonnenuhr mit dem Obelisken ist künftig das von weitem sichtbare Zeichen für die neue Nutzung der ehemaligen Kohlenhalde. Den Haldenausbau fördert das NRW-Umweltministerium mit rund 4,8 Millionen Euro aus Mitteln der Europäischen Union und des Ökologieprogramms Emscher-Lippe. Zusammen mit dem zehnprozentigen Eigenanteil des RVR beläuft sich das Bauvolumen des ersten Bauabschnittes auf 5,4 Millionen Euro. Teil des ersten Bauabschnittes sind auch Rundwege und eine so genannte Balkonpromenade. Auf den neuen Wegen können künftig Naherholungs- suchende entlang der Ost- und Nordflanke des rund 160 Hektar großen Landschaftsbauwerkes promenieren. Auf unterschiedlichen Niveaus entstehen eine Ring- und eine Balkon-Promenade, die durch Serpentinen miteinander verbunden sind und ab 2006 die gesamte Halde umschließen. Das Haldenplateau mit dem stählernen Obelisken ist bereits Ende 2005 für alle erlebbar. Insgesamt werden im ersten Bauabschnitt fast sieben Kilometer neue Wege auf der Halde angelegt. Die Balkon-Promenade ermöglicht von fünf großen Stahl-Plattformen aus bisher nicht gekannte Einblicke in die Nachbarschaft. Der weitere Anstieg bis zum östlichen Haldenplateau wird mit einer Aussicht in die ganze Region belohnt. Hier ragt dann der rund zehn Meter hohe Obelisk aus Edelstahl in den Himmel.
Zum ersten Bauabschnitt gehört ebenfalls die bessere Anbindung der Halde an die Städte Herten und Recklinghausen. In Herten werden Wegeverbindungen vom Ewald-Gelände entlang der Halde und über die vorhandene Brücke Hohewardstraße über die Autobahn A2 geschaffen. In Recklinghausen wird im so genannten Gartenband zwischen der Salentinstraße und dem Stadtteilpark Hochlarmark ein neuer Weg abseits von der Cranger Straße verlaufen. Eine neue Stahl-Treppe ermöglicht von der Salentinstraße aus den direkten Aufstieg zur Balkon-Promenade.
Der Obelisk aus Edelstahl ist der Zeiger einer großen Horizontal-Sonnenuhr. Die neue Sonnenuhr auf dem östlichen Plateau der Halde hat einen Durchmesser von über 60 Metern. Kleine, in den Boden eingelassene Informationstafeln weisen den Weg durch das Netz aus Datums- und Stundenlinien.
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